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Freitag, 2. Dezember 2011

Was bin ich?




Seit Sonntag leidet mein Kleiner unter einer Identitätskrise. Er weiß nicht mehr so recht, was oder besser gesagt wer er ist. Nicht nur, dass er sich desöfteren zum Pinkeln hinhockt wie ein Mädchen, nein, er in ruhigen Döseminuten denkt er wohl noch über die Frage nach: 


                                              Was bin ich?

Schuld daran ist eine Mitarbeiterin des örtlichen Tierheims. Dorthin hat ihn mein Chef am Sonntag verschleppt. Nicht, damit er sich dort schon einmal umsehen sollte, falls er es nicht endlich lernt sich zu benehmen (er hat doch tatsächlich die Gardine im Esszimmer angefressen!!!), sondern, weil die sehr engagierten Tierschützer dort jeden Sonntagvormittag um 11.00 Uhr einen "Sozialisierungsspaziergang" anbieten. Damit mein Kleiner auch einmal andere Hunde sieht und nicht nur auf mich "geprägt" wird, wollte mein Chef diese Art von Sozialisierung auch einmal kennen lernen.

Artus natürlich wie immer freudig erregt wenn es zum Auto geht und nichts ahnend, was ihm da so bevorstand. Es waren auch tatsächlich viele verschiedene, zum größten Teil Tierheimhunde anwesend, die sozialisiert werden sollten. Bei einigen meinte mein Chef allerdings, würde das nun auch schon nichts mehr nützen, bzw. käme zu spät oder würde wohl noch viel Arbeit machen. Nun denn, was wollte ich nochmal sagen? Ja, also mein Kleiner ist ja im Allgemeinen sehr gut sozialisiert. Zumindest ist er bisher noch nie negativ aufgefallen und wenn ihm einer blöd kommt, dann geht er lieber weg. Getreu dem Motto: Wer nicht will, der hat.



Der Spaziergang verlief auch dann recht friedlich, unter anderem, weil die Hunde ja auch nicht abgeleint wurden. Wie kam es also zu der aktuellen Identitätskrise?



Eine Mitarbeiterin des Tierheimes fragte doch tatsächlich meinen Chef, was Artus denn für ein Hund sei. Wie meinte sie das wohl? Das er ein Rüde ist kann man bei näherem Hinsehen ja wohl eindeutig feststellen. Obwohl, wenn er ja im Hocken pinkelt? Sie war dann ganz überrascht, als mein Chef Artus als Hovawart vorstellte. "Den hätte ich ja nicht für einen Hovawart gehalten", war ihre Antwort. Ja für was denn dann? Für einen zu groß geratenen Golden Retriever? Oder für einen polnischen Hühnerhund? Oder für einen weiß ich nicht was? Gut, dass nicht jeder Ahnung von unserer edlen Rasse hat und sogar Besitzer eines schwarzmarkenen Hovawartes nicht wissen, dass es auch blonde Hovawarte gibt, kommt durchaus vor, aber von einer Mitarbeiterin im Tierheim hätte ich das ja dann doch anders erwartet.

Das sie es nicht gleich erkannt hat, lag aber nicht nur an der Farbe, sondern vielmehr am Benehmen meines Kleinen. Denn leider sind viele meiner Rassekumpels wegen ihrer etwas schwierigen Art bekannt und diese landen wohl auch gerade deswegen dann im Tierheim. Artus hingegen ist ja eher so ein ganz Lieber. Er bellt keine anderen Hunde grundlos an, er springt nicht in die Leine um Artgenossen zu verschrecken und wenn er einen mit seinen großen Kulleraugen ansieht, dann werde sogar ich weich und lasse ihn bei unseren täglichen Dominanzkämpfen gewinnen.

                                                                    Ist er nicht süß?

Kommentare:

Gelenkgesund hat gesagt…

Er ist einfach megasüß.

Sozialisierungsspaziergang? Sachen gibt's. Das kann doch nur gut gehen, wenn man dann auf Vorbilder trifft und sch nicht am Ende alle die Vereinigungsmenge aller Unarten der anderen aneignen?

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Huhuuuuuuuuuu Andra, jaaaaaaaa - er ist wirklich süß und ein ganz toller Vertreter dieser traumhaften Rasse Hovawart...wer die nicht kennt....der hat gepennt;-) Nur - es ist tatsächlich immer wieder interessant, wie oft meine Regierung ebenfalls nach meinem Stammnamen gefragt wird. Hovawart...klingt für die meisten wie ....hoo - watt?????? Wie gut, dass wir beide wissen, welche Eigenschaften ganz besonders an uns hervorragend geprägt sind und unser Aussehen nunmal auffallend edel ist. Wobei ich denke, dass jeder Hund auf der Welt, der geliebt wird, der allerallerschönste Hund ist. Die Persönlichkeitsveränderung von Artus ist allerdings nicht gravierend, der hat halt bei dir immer zugeschaut...ein Sitzpinkler .....was für ein Gentlemen...da könnte sich mancher männliche Zweibeiner mal ein Beispiel dran nehmen...hihiiiiiiii.
Wuff und LG bis Samstag...kommst du auch mit dahin, wo die Musik spielt???
Aiko

Emma hat gesagt…

Hallo Andra,
Artus wird sich schon wieder fangen. Der Tierheimbesuch war bestimmt etwas viel für seine zarte Seele. Wenn sich schon eine Tierheimmitarbeiterin nicht mit Hunderassen auskennt.....das prägt. Artus ist so ein schmucker Hundemann, der bestimmt bald das Interesse der weiblichen Hundewelt erregt. Und das mit den Gardinen wird auch noch. Ich (Emma) habe mehrmals die Tischdecke angefressen. Mache ich heute auch nicht mehr.
Liebe wauzis von Emma und Lotte

sheelamaus hat gesagt…

Andra mach dir über das Hinsetzen beim Pinkeln Deines Kleinen keine Gedanken. Artus ist ganz normal.
Ich als fast 10 jähriger stattlicher Hovirüde habe schon immer unterschieden zwischen Pinkeln und Markieren - dementsprechend stehe ich auch leicht gebeugt auf allen vier Beinen (besonders morgens, wenn die Blase sehr voll ist), bzw. hebe mein Bein so hoch wie nur möglich (wenn ich mein Revier abstecke). Das ist lediglich Einteilung der Kräfte.
L. G. Arthus
P.S. Herzliche Grüße auch von Deiner Tochter