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Donnerstag, 18. Juli 2013

Rosen

Heute muss ich mal eine andere Geschichte erzählen. Wir befinden uns sozusagen im Sommerloch. Also machen wir mal einen kleinen Schlenker zu meinem Frauchen. Mein Frauchen, die hat ja so einige Ticks. Einen Hovawart zu haben, dass ist schon mal der eine, denn warum tut man sich das freiwillig an?


Nie eine saubere Wohnung, bei Wind und Wetter, auch bei knapp 30 Grad spazieren gehen, während andere noch im Bett liegen, viel Geld für Futter und Tierarzt ausgeben, keine Flugreisen mehr und und und. Wer einen Hund hat, weiß, wovon ich rede. Wer zwei hat erst recht.



 Das reicht ihr aber nicht. Seit vier Jahren hat sie neben uns noch ein anderes, stacheliges Hobby. Auch so eine Liebhaberei, die viele nicht verstehen. Während andere noch im Bett liegen, steht sie schon in ihrem Garten. Gut, dass unser Garten nahezu uneinsehbar ist, denn so manches Mal, gerade bei schönen Wetter, flaniert sie im Nachthemd und mit Kaffeetasse durch denselben. Ja, liebe Nachbarn, sollte das einer lesen, lasst euch diesen Anblick nicht entgehen. Legt euch auf die Lauer, vielleicht seht ihr sie ja.



Morgens, wenn Mann und Kinder aus dem Haus sind, dann reisst sie die Fenster auf, schreit: "Feierabend!", und beginnt mit der Arbeit. Na ja, eigentlich ist es ja keine Arbeit, sondern ein Hobby. Einen großen Garten hatte sie ja schon immer, aber seit sie vor einigen Jahren von einer Freundin mit dem "Rosenvirus" infiziert wurde, kennt ihre Sammelleidenschaft kein Ende. Nun gut, lassen wir ihr den Spaß, solange wir nicht zu kurz kommen.


Dieses Jahr ist ein besonderes Gartenjahr. So schön und üppig haben die Rosen noch nie geblüht. Aus allen Ecken duftet es, die Insekten fliegen umher und die wilden Bienchen schaffen es kaum, den ganzen Blütenstaub wegzutragen. Man kann sich gar nicht satt sehen, an all den vielen Farben und verschiedenen Rosenblüten. So schön hat die Natur sie gefaltet.


Jede einzelne Rosenblüte und wie sie duften! Na ja, ich kann diesem Duft nicht so viel abgewinnen. Da sind mir andere Düfte -  Duftnote "Kacki" und ganz besonders "Toter Fisch" - viel lieber, aber über Geschmack soll man ja nicht streiten.


Gestern nun ist sie mit einem Blöckchen durch den Garten gegangen und hat alle Rosen gezählt. Wurde aber auch Zeit, dass die mal alle katalogisiert werden. Da blickt ja bald keiner mehr durch, bei den unzähligen Namen und Zahlen, die sie alle schön säuberlich in Sonntagsschrift auf kleinen Schiefertafeln verewigt hat. So hat jede Rose einen Namen - na ja, fast jede, denn einige hat sie auch aus dem Garten ihres Vaters und der hat keinen Wert auf Namen gelegt. Das Ergebnis waren 89 verschiedene Sorten. Einige doppelt, gewollt oder auch nicht, so dass wir auf insgesamt 103 kommen.

Fangen wir mit den ältesten Rosen an. Damit meine ich nicht die 41 historischen Rosen, sondern die, die am längsten in unserem Garten wachsen. Und da haben wir schon eine Kuriosität. Die Kletterrose "Sympathie" hat mein Frauchen zusammen mit dem Rosenbogen an dem diese wunderschöne rote Rose wächst von meinem Chef 1993 geschenkt bekommen. Statt Rosenstrauß sozusagen. Wollte wohl etwas Süßholz raspeln, von wegen der Sympathie. Leider tat sich Sympathie von Anfang an schwer in unserem Garten. Von den ursprünglich zwei Rosenstöcken hat sich einer schon vor vielen Jahren verabschiedet. Der zweite legte auch ab und zu ein Ruhejahr ein und ließ sich irgendwann gar nicht mehr sehen. Also pflanzte Frauchen irgendwann zwei neue Kletterrosen mit dem Namen "New Dawn". Und siehe da, im nächsten Jahr blühte dann "Sympathie" doch wieder. Gut, dass beide Rosen farblich so schön zusammenpassen. Aber auch "New Dawn" gefiel es nicht so wirklich an dieser Stelle. Mal blühte die eine mal die andere Rose. Ab und an auch schon mal zusammen. Im letzten Jahr, nach diesem fürchterlichen Winter, der so vielen Rosen den endgültigen Tod brachte, blühte gar keine. Also pflanzte mein Frauchen eine schone Clematis an den Rosenbogen. Diese Jahr allerdings blüht nun alles auf einmal. "New Dawn", "Sympathie" und die Clematis.


Da kann man mal sehen, wie robust so ein Rosenstock ist. Am schönsten blüht "Sympathie". Leider duftet sie nicht und leider passen ihre knallroten Blüten auch nicht wirklich zum Umfeld, aber was soll´s, eine Rose ist eine Rose. ist eine Rose, ist eine Rose............









Kommentare:

Emma hat gesagt…

Hallo Andra,
da müsst ihr aber einen ganz schön großen Garten haben, wenn da so viele schöne Rosen blühen. Ihr müsst aufpassen das ihr euch nicht piekst. Also wir interessieren uns ja auch nicht so für das Blumenzeugs .... aaaaber unser Frauchen gefallen eure Rosen sehr gut und sie schwärmt geradezu wie herrlich es bei euch duften mag.
Liebe wauzis von Emma und Lotte

Socke Minimi hat gesagt…

Hallo Andra,

ich habe heute Deinen Blog entdeckt und mich gleich mal als Leserin angemeldet. Dein Garten ist ein Traum und die Rosen wunderschön.

Ich kann Deine Leidenschaft verstehen, selbst, wenn ich nicht so begabt bin. Umso mehr erfreue ich mich an den Gärten anderer Blogger.

Freue mich, Dich einmal auf dem einfach Socke Blog lesen zu dürgen und sende viele liebe Grüße

Sabine mit Socke

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

hallo liebes Schwesterlein,
106.......hmmmmm.....ich habe 5 und das reicht,denn sie hat sämtliche Dornen bereits kennen gelernt....diese Biester - zwei duften ganz dolle, eine wächst in den Himmel und die anderen piksen .....wie schön aber das alles so berichtet wird, es macht Laune und meine Fantasie "arbeitet"....herrliche Vorstellung.
hier nervt alles...aber es geht langsaaaaam aufwärts.
wuff und LG
Aiko

Rudolf hat gesagt…

Hallo Andra, es freut mich, dass Du meinen Blog gefunden hast - unter Deinem Rosenbogen kann man sicherlich schön sitzen und träumen. Nur sollten sich Deine vierbeinigen Lieblinge nicht ausgerechnet Léda aussuchen....
Liebe Grüße
Rudolf

Andra vom Giesenfeld hat gesagt…

Lieber Rudolf,

schon passiert! Die Geschichte kommt im nächsten Post.